Türkei: Mehmet liebt Baris*; Freiheit für den Yazar : otonomA

Der Schwule, Anarchist und Totalverweigerer Mehmet Tarhan ist von der Polizei in Izmir in Gewahrsam genommen und zum Militärbüro geschickt worden, als er dort in einem Hotel wohnte. Jetzt besteht Mehmet Tarhan auf seinem Akt des zivilen Ungehorsams und wenn nötig wird er mit einem Hungerstreik beginnen. In Istanbul, Ankara und Izmir werden Gruppen zur Unterstützung Mehmet Tarhans gebildet. Sie arbeiten daran eine große Kampagne zu organisieren.

Einer der aktuellen Diskussionspunkte ist, dass alle Totalverweigerungserklärungen machen. Die Resultate unserer Diskussionen und Kampagnen werden auf antimilitaristischen und anarchistischen Websites veröffentlicht.

Militärische und zivile faschistische Organisationen haben damit begonnen KurdInnen anzugreifen, sie versuchen linke Gruppen in den Straßen zu lynchen, sogar die Büros von DEHAP (einer legalen politischen Partei für die Rechte der KurdInnen) und von linken
Gruppen werden angegriffen. All diese reaktionären Akte wurden legitimiert durch die Nachricht von zwei 12 jährigen Kindern, die in Mersin versucht haben eine türkische Flagge zu verbrennen.

AnarchistInnen und AntimilitaristInnen sind auch von dieser rassistischen Welle betroffen. Mehmet Tarhan, der in Gewahrsam genommen wurde, wird in einem Tag (jetzt wissen wir, dass er schon auf dem Weg ist) zu einer Militäreinheit geschickt und dazu gezwungen werden als Soldat zu dienen.

So weit wir über die Diskussionen, die in dem Büro geführt wurden bescheid wissen, hat das türkische Militär den Befehl alle Verweigerer aus Gewissensgründen, die in der Türkei leben,
anzugreifen und uns dazu zu zwingen ihren Regeln zu gehorchen.
Wir als antimilitaristische Menschen erwarten eine sehr schwierige Zeit. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es Massenprozesse geben wird.

Aus diesem Grund rufen wir alle anarchistischen, antiautoritären und antimilitaristischen Gruppen in anderen Ländern auf Aktionen und Kampagnen zu machen, um den türkischen Staat unter Druck zu setzen.

Wenn wir dieser Welle nicht widerstehen können, wird die antimilitaristische und anarchistische Bewegung dieses Landes ihren Effekt verlieren.

Um diese Gefahr zu verhindern, trafen alle antimilitaristischen und antiautoritären Gruppen zusammen, als einen ersten Schritt einer langen Kampagne. Wir erwarten von unseren GenossInnen, dass
sie uns unterstützen und mit uns handeln. Wir wissen, sie können uns nicht stoppen, indem sie uns einsperren, töten oder ignorieren.

Die Revolution ist überall, und nichts wird sie unterdrücken!!!

otonomA

Für mehr Information:
http://www.anarsi.org
http://www.savaskarsitlari.org

Für Kontakt:
mail@anarsi.org

* Baris heisst frieden, ist aber auch ein Maennername.